Zum dritten Mal verliehen in diesem Jahr SPD-Landtagsfraktion und SPD-Landesverband Sachsen-Anhalt den Reinhard-Höppner-Engagementpreis der Sozialdemokratie. Der Preis wurde 2018 aus Anlass des 70. Geburtstags von Sachsen-Anhalts verstorbenem sozialdemokratischen Ministerpräsidenten erstmals ausgeschrieben und wird jährlich verliehen.

Vorschläge konnten von jeder Bürgerin und jedem Bürger eingereicht werden. Aus 38 eingegangenen Vorschlägen wurden von einer fünfköpfigen Jury unter dem Vorsitz der SPD-Fraktionsvorsitzenden Dr. Katja Pähle vier Preisträgerinnen und Preisträger ausgewählt. Der Jury gehören außerdem an: Renate Höppner, der Geschäftsführer des Vereins KinderStärken e. V., Benjamin Ollendorf, der Direktor der Stiftung Gedenkstätten Sachsen-Anhalt, Dr. Kai Langer, und der frühere SPD-Landes- und Fraktionsvorsitzende Dr. Rüdiger Fikentscher.

Die Preisträger 2020

1. Preis (500 Euro): Noël Kaboré

Noël Kaboré ist seit Jahren ehren- und hauptamtlich aktiv im Kampf gegen Rassismus engagiert. Seine Aktivitäten motivierten die Anti-Rassismus-Kampagne der LAMSA und er war Organisator der „Black Live Matter-Demonstration“ in Halle, an der rund 300 Menschen teilnahmen. Er konnte zudem auch viele Sachsen-Anhalter*innen zur Onlineteilnahme motivieren und setzte somit ein wichtiges Zeichen gegen Rassismus.

Laudatio

2. Preis (300 Euro):
Geschichtswerkstatt Merseburg-Saalekreis e.V.

Die Geschichtswerkstatt hat sich als Regionaler Verein der Aufarbeitung historischer Fakten und Ereignisse des Zeitraums 1933–1945 verschrieben. Durch die Aufbereitung, Dokumentation und Dis­kussion übernehmen sie zivilgesellschaftliche Verantwortung für eine aktive Erinnerung. Zwischen jungen Menschen und Zeitzeugen stellen sie mit Ausstellungen, Projekten und Seminaren den inter­generativen Dialog her.

Laudatio

3. Preis (200 Euro):
Löschgruppe Förderschule Erxleben

Seit 24 Jahren schreibt sich die Löschgruppe der Jugendfeuerwehr Inklusion groß auf die Fahnen. Die Gruppenmitglieder lernen beim wöchentlichen Training das Durchführen von Löschangriffen und erhalten viele Informationen zu den Feuerwehrautos und Werkzeugen, die sie dann bei Veranstaltungen vorführen. Den Mitgliedern soll neben Wertschätzung vermittelt werden, dass sie trotz ihrer geistigen Behinderung kompetente und vollwertige Menschen und Mitglieder einer Jugendfeuerwehr sind.

Laudatio

Sonderpreisträger: Moritz hilft! Nachbarschaftshilfe Moritzplatz

Nach einem lokalen Corona-Ausbruch mussten im Magdeburger Stadtteil „Neue Neustadt“ mehrere Hausaufgänge unter Quarantäne gestellt werden. Die beinahe 500 betroffenen Anwohner*innen wurden in Anbetracht des anstehenden Wochenendes von den Maßnahmen überrascht und waren zum großen Teil mittellos. Die Nachbarschaftshilfe war in einer beeindruckenden Reaktionszeit zur Stelle und versorgte die Familien und Anwohner*innen mit Bedarfsgütern und Lebensmitteln.

Laudatio

Die Nominierten 2020

Vorschlag 1

Jaqueline Manthey, Gröningen

Seit fast 30 Jahren setzt Jaqueline Manthey ihre Leidenschaft der Organisation und Durchführung von Kindermusicals um und bringt seitdem jährlich gemeinsam mit ihrem Team rund 100 Kinder und Jugendliche zusammen. Neben den neuen Fähigkeiten, welche die Kleinen dabei an sich entdecken, gipfeln ihre Mühen jährlich in vier großen Konzerten, bei denen die Kirchen stets gefüllt sind. All das macht sie ehrenamtlich.

Vorschlag 5

Interessengemeinschaft „Todesmärsche“, Halberstadt

Ehrenamtlich und auf eigene Kosten tragen die Mitglieder der Interessengemeinschaft einen wichtigen Teil zur Aufarbeitung der brutalen Evakuierungsmärsche der Konzentrationslager, genannt Todesmärsche, bei. Durch Zeitzeugeninterviews und die Dokumentation der Erkenntnisse stellen sie die Erinnerung an die geschehenen Verbrechen auch den nachfolgenden Generationen zur Verfügung und halten dabei aktiv eine lebendige Erinnerungskultur aufrecht.

Vorschlag 9

AG „Selbst Aktiv“ der SPD in Sachsen-Anhalt

Die engagierten Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft setzen sich mit all ihrer Kompetenz für die Belange von Menschen mit Behinderung ein. Ob mit kompetenten Zielen und Ratschlägen zur Inklusion, der Vereinbarkeit von Behinderung und Arbeitswelt oder mit der Unterstützung Hilfesuchender – die Gemeinschaft um Katrin Gensecke ist ein verlässlicher Partner und großer Gewinn für unsere soziale Demokratie.

Vorschlag 13

Waltraud Strehle, Schwanebeck

Waltraud Strehle setzt sich seit vielen Jahren in unzähligen Bereichen ehrenamtlich ein. Sie ist Gruppenleiterin der „Frauenselbsthilfe Krebs“ in Halberstadt, seit 2006 Kassiererin der FSH im Landesverband Sachsen-Anhalt e.V., im ökumenischen Chor Schwanebeck und Kirchenratsmitglied. Trotz ihrer eigenen Betroffenheit engagiert sie sich stets und meistert ihre Aufgaben mit Herzblut.

Vorschlag 17

Förderverein „Bauernmuseum Zahna e.V.“

Die Mitglieder des Fördervereins setzen viel daran, die pädagogischen Ansätze des Museums stets zu verbessern, um die Geschichte der Landwirtschaft alten und jungen Menschen anschaulich zu vergegenwärtigen. Die Kinder können lernen, wie lang der Weg vom Korn zum Brot sein kann.

Vorschlag 21

Geschichtswerkstatt Merseburg-Saalekreis e.V.

Die Geschichtswerkstatt hat sich als Regionaler Verein der Aufarbeitung historischer Fakten und Ereignisse des Zeitraums 1933–1945 verschrieben. Durch die Aufbereitung, Dokumentation und Dis­kussion übernehmen sie zivilgesellschaftliche Verantwortung für eine aktive Erinnerung. Zwischen jungen Menschen und Zeitzeugen stellen sie mit Ausstellungen, Projekten und Seminaren den inter­generativen Dialog her.

Vorschlag 25

Marius Adrian Sowislo, Magdeburg

Dem ehemaligen Kapitän des 1. FC Magdeburg liegen nicht nur Torchancen und Tabellenplätze am Herzen. Vielmehr gehört seine ganze Sympathie denjenigen Kindern und Jugendlichen, denen der Start ins Leben durch Krankheit sehr erschwert wird. Ob ein Besuch bei kleinen Fans auf der Kinderkrebsstation, ob Freikarten für Spiele des 1. FCM oder selbstinitiierte Benefizsportaktionen – Marius Sowislo setzt sich ein.

Vorschlag 29

Sandra Braun, Kamern

Seit 2018 engagiert sich Sandra Braun als aktive und zuverlässige Betriebsrätin im Betriebsrat des KMG-Kreisklinikums, dessen Vorsitz sie seit 2019 bekleidet. Sie setzt sich vor und seit der Stilllegung des Krankenhauses in Havelberg für dessen Erhalt ein und steht auch jetzt noch bei den aktiven Mittagspausen und Protestmärschen der Krankenhausbelegschaft an vorderster Front.

Vorschlag 33

Radio Corax e.V. / diversity!, Halle (Saale)

Der Verein bietet seit 2018 eine Plattform für Diskussion und Aktion zu Feminismus in Club und Kultur, um der großen Dominanz der Männer in dieser Kulturszene entgegenzuwirken und Frauen dort gleiche Chancen zu ermöglichen. Seit der Gründung wurden bereits 24 Veranstaltungen organisiert und eine Liste weiblicher lokaler DJ’s erstellt und veröffentlicht, die dem Vorurteil entgegenwirken soll, dass es in der Branche keine Frauen gäbe.

Vorschlag 37

Toll e.V., Magdeburg

Toleranz zu lernen und zu leben, ist das Ziel des Vereins, dessen Konzept von Juliana Luisa Gombe entwickelt wurde. Der gemeinnützige Verein Toleranz Lernen und Leben e.V. (TOLL e.V.) dient der Integration von Flüchtlingen und Migranten, schwerpunktmäßig von Kindern, Jugendlichen und Familien.

Vorschlag 2

DRK Bereitschaften Kreisverband Weißenfels e.V.

Die vollständig Ehrenamtlichen der Bereitschaft sind ein wichtiger Teil des Bevölkerungs- und Katastrophenschutzes im Burgenlandkreis. Neben den teils monatelangen Aus- und Weiterbildungen zu medizinischem oder rettungsdienstlichem Fachpersonal opfern sie für unsere Sicherheit regelmäßig ihre Freizeit und setzen sich dabei nicht selten auch psychisch belastenden Situationen aus.

Vorschlag 6

Gordon Schüler, Biere

Gordon Schülers Engagement in der Stadtelternvertretung Magdeburg und auch der Landeselternvertretung ist ein stellvertretendes und vorbildliches Beispiel für die besondere Form des Ehrenamtes, bei welcher es keinerlei Aufwandsentschädigungen oder Fahrkostenerstattungen gibt. Stets erreichbar setzt er sich für Gemeinde- und Kreiselternvertretungen ein und hat nicht nur einmal Haushaltskonsolidierungen zu Lasten von Kindern- und Familien in Kommunen verhindern können.

Vorschlag 10

Jutta Dick, Halberstadt

Als Akademiedirektorin der Moses-Mendelssohn-Akademie in Halberstadt und als engagierte Privatperson setzt sich Jutta Dick für den Erhalt und die Sicherheit jüdischer Einrichtungen in Sachsen-Anhalt und insbesondere in Halberstadt ein.

Vorschlag 14

Initiative „Ein Weg für Alle“ Lückenschluss Birkholz-Cobbel

Die Initiative engagiert sich durch das Sammeln von Spenden und viel wirksame und zeitaufwändige Überzeugungsarbeit für den Bau eines sicheren Radweges, der nicht nur zwei Gemeinden verbinden soll, sondern auch zur Entwicklung der Region beiträgt. Sie konnten bisher eine beachtliche Summe für das Vorhaben zusammentragen und engagieren sich mit großem Einsatz bis zur endgültigen Umsetzung.

Vorschlag 18

Greppiner Heimatverein e.V.

Mit seinem Engagement arbeitet der Heimatverein daran, die Kultur des Ortes auf Dauer in der Erinnerung der Gesellschaft erhalten zu können. So sind sie Träger der Bibliothek, arbeiten an einer lebendigen Erinnerungskultur, indem sie Stolpersteine setzen. Sie kooperieren außerdem mit dem Jugendclub der Gemeinde und richten gemeinsam mit diesem diverse Führungen, insbesondere für Jugendliche aus. Auch ein mobiles Kino kommt durch sie zustande.

Vorschlag 22

Interessengruppe „Barrierefreies Tangermünde“

Seit 2016 engagiert sich die aus Menschen mit und ohne Behinderung zusammengesetzte Gruppe für das Ausfindigmachen und den Abbau von Barrieren im Alltag. Sei es der fehlende abgesenkte Bordstein oder die fehlende Rollstuhlrampe – das erlangte Gehör bei der Stadtverwaltung setzen sie aktiv für die Verbesserung der Barrierefreiheit ihrer Heimatstadt ein.

Vorschlag 26

Bürgerverein Nord e.V., Magdeburg

Auch in der Corona-Zeit und schon viel länger hat der Verein sich für das Wohl der Menschen seines Stadtteils eingesetzt und trotz erschwerter Umstände erfolgreich zahlreiche Gelegenheiten, wie Bastelangebote für zu Haus, Bewegungsangebote durch den Stadtteil, ein Stadtteilfest und vieles mehr mit Liebe organisiert.

Vorschlag 30

Verein „Grenzmuseum Böckwitz“

Die engagierten Mitglieder des Vereins konnten kurz vor der Auflösung des Vereins die Arbeit erneut erfolgreich beleben und den Fortbestand des Museums der getrennten Grenzstädte Zicherie/Böckwitz sichern. Nun haben es sich viele freiwillige Mitglieder zur Aufgabe gemacht, das Grenzmuseum als Ort der Geschichte, Kultur und Bildung für alle Generationen zu erhalten.

Vorschlag 34

Magdeburger Laufkultur 08 e.V.

Seit 12 Jahren führt der Verein jährlich mehrere Laufveranstaltungen mit teils mehreren tausend Läufer*innen in und um Magdeburg durch. Er ist damit ein bedeutender Akteur der Laufkultur in Magdeburg und im Umland geworden und damit eine tragende Säule der Laufgemeinschaft weit über Magdeburg hinaus. Ziel des Vereins ist es auch, stets neue und unkonventionelle Laufformate anzubieten.

Vorschlag 38

Otto Kappes, Gröbzig

Seit 2010 ist der ehrenamtliche Stadthistoriker der Stadt Gröbzig Vorsitzender des Kulturvereins Stadt Gröbzig e.V. und war mit seiner Arbeit maßgeblich an der Entstehung des Museums im alten Schlossturm beteiligt. Im Museum sind nun über fünf Jahrhunderte lokaler Zeitgeschichte einsehbar.

Vorschlag 3

Escola Popular in der EKM e.V., Weimar

Die „Schule für alle“ verfolgt seit nunmehr 25 Jahren einen innovativen Bildungsansatz, der Menschen unabhängig von Herkunft, Alter, Religion etc. einen freudvollen Zugang zu Musik (insbesondere Samba Percussion), Bewegung (brasilianischer Kampfsport Capoeira) und zu einer tragenden Gemeinschaft ermöglichen will. Die Ehrenamtlichen vermitteln dabei Werte wie Gewaltfreiheit und kulturelle Offenheit.

Vorschlag 7

Inklusive Löschgruppe Förderschule gB Erxleben

Seit 24 Jahren schreibt sich die Löschgruppe der Jugendfeuerwehr Inklusion groß auf die Fahnen. Die Gruppenmitglieder lernen beim wöchentlichen Training das Durchführen von Löschangriffen und erhalten viele Informationen zu den Feuerwehrautos und Werkzeugen, die sie dann bei Veranstaltungen vorführen. Den Mitgliedern soll neben Wertschätzung vermittelt werden, dass sie trotz ihrer geistigen Behinderung kompetente und vollwertige Menschen und Mitglieder einer Jugendfeuerwehr sind.

Vorschlag 11

Bürgerinitiative „OFFENe HEIDe“

Seit dem 1. August 1993 lädt die Bürgerinitiative „OFFENe HEIDe“ an jedem ersten Sonntag im Monat zum Friedensweg in die Colbitz-Letzlinger Heide ein und organisiert darüber hinaus federführend die Ostermärsche im Bundesland. Fokus ihres Engagements ist dabei die Verbindung von Frieden und Naturschutz. So setzen sie sich auch für eine zivile Nutzung der Heide in Form eines Naturparks ein.

Vorschlag 15

Verein „Lebendiges Dietrichsdorf“ und Kita „Lebendiges Dietrichsdorf“, Zahna-Elster

Seit 1995 sorgt der Verein „Lebendiges Dietrichsdorf“ mit seinen 21 Mitgliedern um die Ortsbürgermeisterin Bianca Wolf für den Erhalt der Dorfgemeinschaft, generationsübergreifender Zusammenarbeit und der KITA, deren Trägerschaft er übernommen hat. Sein Mehrwert und Engagement für die Mitglieder der Gemeinde ist kaum wegzudenken.

Vorschlag 19

Jens Voigt, Merseburg

Seit zwei Jahren engagiert sich Jens Voigt nun beim Bündnis „Merseburg für Vielfalt und Zivilcourage“ und ist dort auch Mitglied des Koordinierungskreises. Gemeinsam organisieren sie Kundgebungen, Gedenkveranstaltungen und Demonstrationen gegen rechts. Sein Engagement setzt sich als Mitglied der Initiative „12. August“ und Mitbegründer des Kulturvereins „Klinke e.V.“ fort.

Vorschlag 23

Moritz hilft! – Nachbarschaftshilfe Moritzplatz, Magdeburg

Nach einem lokalen Corona-Ausbruch mussten im Magdeburger Stadtteil „Neue Neustadt“ mehrere Hausaufgänge unter Quarantäne gestellt werden. Die beinahe 500 betroffenen Anwohner*innen wurden in Anbetracht des anstehenden Wochenendes von den Maßnahmen überrascht und waren zum großen Teil mittellos. Die Nachbarschaftshilfe war in einer beeindruckenden Reaktionszeit zur Stelle und versorgte die Familien und Anwohner*innen mit Bedarfsgütern und Lebensmitteln.

Vorschlag 27

Freiwillige Feuerwehr Magdeburg Rothensee

Die Freiwilligen Feuerwehren leisten in der Regel mehr, als es ihr eigentlicher Aufgabenbestand verlangen würde. Sie sind ebenso integraler Bestandteil und sogar Zentrum des Dorflebens und vieler Stadtteile. Die Freiwillige Feuerwehr Magdeburg Rothensee zeichnet sich neben der vorbildlichen Erfüllung ihrer Aufgaben und Kameradschaft als engagierter Vertreter ihres Stadtteils aus, der all diese Bestandteile des Engagements miteinander verbindet.

Vorschlag 31

Khepera e.V., Haldensleben

Der Verein Khepera e.V. organisiert Benefizfeste, Altstadtfeste, Workshops für Kinder und Aktionen für Nachhaltigkeit. Die Mitglieder engagieren sich für eine kreative und offene Gesellschaft, in der jeder Mensch Platz hat. Mit ihrem Engagement stoßen sie auch regelmäßig Debatten an und tragen einen wesentlichen Teil dazu bei, dass Haldensleben als offener, toleranter und lebendiger Ort wahrgenommen wird.

Vorschlag 35

Jugend- und Sozialzentrum „Mutter Theresa“, Magdeburg

Im Zentrum sind Beratungsstelle, Nachhilfe, ambulante Erziehungshilfen, Maßnahmen zur Berufsorientierung, Coaching und vieles mehr unter einem Dach. Menschen unterschiedlichster Gruppen, Berufe, Herkunft und Zugehörigkeiten werden hier miteinander in Kontakt gebracht.

Vorschlag 4

Ein Schutzengel für Kinder e.V., Halle (Saale)

Die „Lernengel“ engagieren sich mit viel Einsatz für alle Kinder, die besonders in Corona-Zeiten nicht mehr von den Schulen aufgefangen werden können. Sie versuchen Chancengleichheit durch unterstützende Maßnahmen herzustellen und stets der Tatsache entgegenzuwirken, dass Bildungserfolg in Deutschland stark vom Elternhaus abhängig ist.

Vorschlag 8

Noël Kaboré, Halle (Saale)

Noël Kaboré ist seit Jahren ehren- und hauptamtlich aktiv im Kampf gegen Rassismus engagiert. Seine Aktivitäten motivierten die Anti-Rassismus-Kampagne der LAMSA und er war Organisator der „Black Live Matter-Demonstration“ in Halle, an der rund 300 Menschen teilnahmen. Er konnte zudem auch viele Sachsen-Anhalter*innen zur Onlineteilnahme motivieren und setzte somit ein wichtiges Zeichen gegen Rassismus.

Vorschlag 12

Schulförderverein der Petri Sekundarschule Schwanebeck e.V.

Der Förderverein arbeitete anfänglich mit dem Verein „Wir für Aderstedt“ zusammen und trägt nun die Last eines Projektes, das seinesgleichen sucht mit Verantwortung und Engagement allein. Nun setzt sich der Förderverein für die Finanzierung eines naturnahen Spiel- und Bewegungsraumes ein, der an die Stelle des vom Orkan Niklas 2013 zerstörten Spielplatzes in Aderstedt treten soll.

Vorschlag 16

Manfred Rose, Elbingerode

Der nun achtzigjährige Manfred Rose stellt seit 52 Jahren einen großen Teil seiner Freizeit für die ehrenamtliche Arbeit in der Arbeiterwohnungsgenossenschaft „Glück Auf“ Elbingerode zur Verfügung, seit 47 Jahren als Vorsitzender. Er engagiert sich seitdem auch in schwierigen Zeiten (Wende, Finanzkrise) mit Herzblut für die AWG und ist wohl der dienstälteste ehrenamtliche Vorsitzende einer Genossenschaft.

Vorschlag 20

Interessen- und Förderverein „Geiseltalsee“ e.V., Braunsbedra

Der Verein hat mit zahlreichen Initiativen und Aktivitäten den Strukturwandel der Region Geiseltal vom Bergbau- zum Erholungsgebiet begleitet und vielen Menschen das Gefühl einer Endzeit genommen. Er hat es geschafft, die Bewohner*innen der Region mit der Zukunft zu versöhnen und hilfreiche Anreize für die Entwicklung der Region zu liefern. Er trägt außerdem einen Teil zur Pflege der bergbaulichen Tradition bei.

Vorschlag 24

Konstanze „Conni“ Dahms, Halle (Saale)

Seit 2014 betreibt Conni Dahms einen Buchladen im sozial- und strukturschwachen Hallenser Stadtteil „Silberhöhe“. Im Viertel betreibt sie aktiv Nachbarschaftshilfe und organisierte u.a. eine Frühjahrsputzaktion, ein Kinderfest, sammelte Spenden zugunsten der Beratungsstelle „Pro Familia“. Längst ist ihr Laden weit mehr als ein Ort, der Jung und Alt zum Lesen einlädt. Er ist ein sozialer Treffpunkt, der unterschiedliche lokale Akteure in ihrem Engagement vereint und die Lebensqualität massiv erhöht.

Vorschlag 28

Sylvia Gernoth, Dessau-Roßlau

Seit 2010 fördert Sylvia Gernoth zusammen mit Annett Krusebach im Verein „Kinder unsere Zukunft“ e.V. das gesellschaftliche, kulturelle und soziale Leben in Dessau. Dabei liegt der Fokus ihrer gemeinschaftlichen Aktionen auf der gemeinsamen Arbeit mit Kindern. So richtete sie unter anderem das Eltern-Kind-Projekt „Musikzwerge“, die Initiative „Kinderfreundliches Roßlau“ und den traditionellen Kindertag in Roßlau aus.

Vorschlag 32

Artist e.V. – Kulturzentrum Moritzhof, Magdeburg

Mit dem Projekt „Hof on Air“ hat sich der Verein bis Juni für die freischaffenden Künstler Magdeburgs eingesetzt. Mit großer Beharrlichkeit wurden 60 Episoden dieses Formats produziert, in denen Künstler und deren Projekte vorgestellt worden sind. Das Projekt warb dabei erfolgreich um Spenden und sammelte 24.000 Euro für die Kulturszene in Magdeburg.

Vorschlag 36

Freiwillige Feuerwehr Magdeburg-Prester

Alleine um die grundlegenden Aufgaben der Feuerwehr zu erfüllen, bedarf es viel Zeit und Engagement. Zusätzlich zeichnet sich die Feuerwehr jedoch durch ein vielfältiges ehrenamtliches Engagement aus. So werden die Tätigkeiten der Gemeinwesenarbeitsgruppen, der Vereine und die Schulen in den ostelbischen Stadtteilen und damit das gesellschaftliche Leben vor Ort von der Freiwilligen Feuerwehr Magdeburg-Prester stets unterstützt.