Zum vierten Mal verleihen in diesem Jahr SPD-Landtagsfraktion und SPD-Landesverband Sachsen-Anhalt den Reinhard-Höppner-Engagementpreis der Sozialdemokratie. Der Preis wurde 2018 aus Anlass des 70. Geburtstags von Sachsen-Anhalts verstorbenem sozialdemokratischen Ministerpräsidenten erstmals ausgeschrieben und wird jährlich verliehen.

Alle Einwohnerinnen und Einwohner Sachsen-Anhalts sind herzlich eingeladen, engagierte Einzelpersonen oder Organisationen wie Vereine und Initiativen für den Reinhard-Höppner-Engagementpreis vorzuschlagen. Aus 39 eingegangenen Vorschlägen wurden von einer fünfköpfigen Jury unter dem Vorsitz der SPD-Fraktionsvorsitzenden Dr. Katja Pähle vier Preisträgerinnen und Preisträger ausgewählt. Der Preis wird auch im nächsten Jahr wieder ausgeschrieben.

Die Preisträger 2021

1. Preis (500 Euro):
Tagebuch der Gefühle

Im Tagebuch der Gefühle verfolgen Jugendliche die Schicksale der in der Nazizeit deportierten Familien aus Halle durch das Besuchen und Putzen von Stolpersteinen, Besuche im halleschen Stadtarchiv, im „Roten Ochsen“, in der Synagoge, auf dem jüdischen Friedhof und in der Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau. Dabei verschriftlichten sie Erlebnisse und Gefühle im ersten Teil der Tagebuchreihe. Im Anschluss fanden Lesungen und Diskussionen für und mit anderen Kindern und Jugendlichen statt. Mittlerweile steht der vierte Band vor der Veröffentlichung.

Laudatio

2. Preis (300 Euro):
Otto pflanzt!

„Otto pflanzt!“ engagiert sich für das Begrünen der Landeshauptstadt. Das Ziel ist, für jede*n Magdeburger*in einen Baum zu pflanzen, also 242.000. So soll dem hohen Baumverlust der vergangenen Jahre durch Bauprojekte, Unwetter und Schädlinge entgegengewirkt werden.

Laudatio

3. Preis (200 Euro):
Deutsch-Russländische Gesellschaft Wittenberg

Der Verein Deutsch-Russländische Gesellschaft zeigt Engagement in der Völkerverständigung mit der Ukraine, der Russischen Föderation und der Republik Belarus zur Stärkung der dortigen Zivilgesellschaften. Es gibt jährliche Projekte wie Jugendbegegnungen, die Organisation von Austauschprogrammen, Konzerte in Schulen, Senioreneinrichtungen oder Behindertenwerkstätten.

Laudatio

Sonderpreisträgerin: Friederun Krosch

Seit 2015 unterstützt Friederun Krosch Asylsuchende bei Behörden gängen, Sprachunterricht und Kinderbetreuung. Außerdem bietet sie Unterstützung für die Harzer Tafeln und Einkaufshilfen für in ihrer Mobilität eingeschränkte Menschen an. Des Weiteren engagiert sich Frau Krosch bei der Mitmach-Betreuung für Kinder im Werkraum des „HeimatBEWEGEN e.V.“ und ermöglicht durch Arbeiten wie Gärtnern, Kochen und Nähen konstante Lernerfahrungen.

Laudatio

Die Nominierten 2021

Vorschlag 1

Annette Byhahn, Wittenberg

Annette Byhahn organisiert seit über 11 Jahren den Tag der Seltenen Erkrankungen, um Menschen mit seltenen Erkrankungen Gehör zu verschaffen. Entstanden ist eine bundesweit starke Gemeinschaft, ein überregionales Netzwerk, samt einer App, die digitale Vernetzung und Information zu „Seltenen Erkrankungen“ erleichtert. Es ist Frau Byhahn zu verdanken, dass es nun auch in Mitteldeutschland mehrere Spezialsprechstunden für seltene Erkrankungen gibt.

Vorschlag 5

Seniorenbesuchsdienst „Klingelzeichen“, Halle (Saale)

Mehr als 100 Ehrenamtliche engagieren sich in dauerhaften Paten- schaften mit regelmäßigen Hausbesuchen, um Seniorinnen und Senioren – gerade auch in ihrer Mobilität eingeschränkten älteren Menschen – gemeinsame Zeit und damit Lebensfreude zu schenken. Sie ermöglichen ihnen damit eine Teilhabe am gesellschaftlichen Leben bis ins hohe Alter.

Vorschlag 9

Gabriele Spottog, Aschersleben/Freckleben

Seit Gründung des Vereins 1992 engagiert sich Frau Spottog haupt- und ehrenamtlich beim ASB. Sie ist aktiv beim Katastrophenschutz, bei der Absicherung von Veranstaltungen, beim Wünschewagen und seit April im Corona Test-Zentrum Hettstedt.

Vorschlag 13

Annekatrin Müller, Leuna

Annekatrin Müller leitet seit über 20 Jahren ehrenamtlich den Malzirkel Leuna. Sie gibt den Hobbykünstler*innen als Diplom-Malerin und Grafikerin wertvolle Anregung und Informationen zu künstlerischen Techniken und Themen und schafft so die Möglichkeit, kreativ zu werden.

Vorschlag 17

Andreas Rehder, Leuna

Andreas Rehder ist langjähriger und erfolgreicher Abteilungsleiter und Trainer für den Bereich Hockey beim TSV Leuna. Dort setzt er sich aktiv für die Nachwuchsgewinnung ein und bietet Kindern und Jugendlichen eine aktive Möglichkeit zur Freizeitgestaltung.

Vorschlag 21

Käthe Neusohn, Vorstandsmitglied des Bungalowvereins „Solbad“ Staßfurt 1990 e.V.

Als Vorstandsmitglied des Bungalowvereins „Solbad“ Staßfurt 1990 e.V. nimmt Käthe Neusohn die Belange aller Mitglieder ernst und unterstützt sie bis zur Lösung. Des Weiteren stellt sie ein Bindeglied zwischen den Generationen dar.

Vorschlag 25

Dietmar Neubauer, Loitsche-Heinrichsberg

Dietmar Neubauer bastelt Holzhasen für Kinder im Kinderhospiz der Pfeifferschen Stiftungen bzw. zum Verkauf, wobei der Erlös an das Hospiz gespendet wird. Er setzte noch weitere Ideen zu Spenden- veranstaltungen für das Kinderhospiz um, wie zum Beispiel eine Spenden-Meisterschaft von Sportvereinen.

Vorschlag 29

Deutsch-Russländische Gesellschaft e.V., Wittenberg

Der Verein Deutsch-Russländische Gesellschaft zeigt Engagement in der Völkerverständigung mit der Ukraine, der Russischen Föderation und der Republik Belarus zur Stärkung der dortigen Zivilgesellschaften. Es gibt jährliche Projekte wie Jugendbegegnungen, die Organisation von Austauschprogrammen, Konzerte in Schulen, Senioreneinrichtungen oder Behindertenwerkstätten. Das aktuelle Projekt soll durch eine Ausstellung von 30 auf belarussischem Gebiet entstandenen Aquarellen des Künstlers Walter Wichmann, die er als Soldat in den ersten Kriegsmonaten dort gemalt hat, an den Raub-, Vernichtungs- und Rassenkrieg auf belarussischem Gebiet erinnern. Die Aquarelle werden mit einem zweisprachigen Katalog und Kriegstagebuch an das Museum der Geschichte des Großen Vaterländischen Krieges in Minsk gegeben. Eine Wanderausstellung in den Orten der damaligen Kriegsverbrechen wird geplant.

Vorschlag 33

Umweltzentrum Ronney e.V., Zerbst/Anhalt

Die Mitglieder des Umweltzentrums Ronney engagieren sich durch Bildungsprogramme für nachhaltige Entwicklung. So werden ver- schiedenste Altersgruppen informiert und aufgeklärt. Es gibt ein vielfältiges Angebot für Kinder und Jugendliche sowie Möglich- keiten des aktiven Lernens, wie Kräuterexkursionen, nachhaltiges Kochen und Naturkosmetik.

Vorschlag 37

Kunstplatte e.V., Vorsitzender Bernd Zürcher, Stendal

Der Verein „Kunstplatte“ bietet Kindern und Jugendlichen künst- lerischen Freiraum durch Kurse, Workshops und Projekte. Dadurch sollen den jungen Menschen praktische Fähigkeiten und demokra- tische Bildung vermittelt werden. In seiner Arbeit bringt Kunstplatte e.V. Menschen aus unterschiedlichen Ländern, sozialen Schichten, Generationen und Herkünften zusammen und trägt so zum gegen- seitigen Verständnis bei.

Vorschlag 38

Kay Franke, Köthen

Als Referent für Jugendfragen des Landesanglerverbandes Sachsen-Anhalt steht für Kay Franke die Jugendarbeit im Fokus. Dabei ist das wichtigste Thema der Naturschutz. Die Arbeit soll an die Interessen der jungen Menschen anknüpfen und von ihnen mitbestimmt und mitgestaltet werden. So befähigt Herr Franke Kinder und Jugendliche zur Selbstbestimmung und regt zu gesellschaftlicher Mitverantwortung und sozialem Engagement an. Des Weiteren fördert er Selbstständigkeit, Gemeinschaftssinn, Verantwortungsbewusstsein und Eigenverantwortlichkeit der Kinder und Jugendlichen. Außerdem ist er verantwortlich für die Organisation und Durchführung von Jugendvertreter*innenversammlungen, Jugendcamps und Jugendmeeresangeln.

Vorschlag 2

Kinder- und Jugendbeirat Schönebeck

Der Kinder- und Jugendbeirat Schönebeck engagiert sich für politische Aufklärung von Kindern und Jugendlichen. Er bietet ihnen eine Plattform, um sich einzubringen und ihre Themen in die Öffentlichkeit zu tragen. Außerdem fördert er das Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Nationalitäten, Kulturen und Konfessionen.

Vorschlag 6

Rock Your Life! Halle e.V.

Im Rahmen eines Mentoring-Programms an der Schule werden bildungsbenachteiligte Schüler*innen professionell und zielgerichtet unterstützt. Ihnen wird beispielsweise bei verschiedenen Aktivitäten, der Verwirklichung gesetzter Ziele und dem Erreichen von Träumen geholfen. So können die Schüler*innen ihr individuelles Potential entfalten. Die Mentor*innen begleiten sie auf dem Weg in den Beruf oder auf die weiterführende Schule. Das hohe Engagement der Mentor*innen von „Rock Your Life!“ ist zu würdigen, da es eine Bereicherung für die kooperierenden Schulen darstellt.

Vorschlag 10

Felidae Kleintierschutzverein am Rosengarten e.V., Halle (Saale)

Der Verein rettet seit 2002 ausgesetzte, verletzte, misshandelte und kranke Katzen. Er betreut Futterstellen, sorgt für medizinische Ver- sorgung der Straßenkatzen und deren Kastration. Ohne den Verein würde das Elend der Tiere auf den Straßen noch größer sein. Die Helfer*innen sind unglaublich selbstlos und tragen eine große Verantwortung für die Tiere.

Vorschlag 14

Mathias Luther, Magdeburg

Mathias Luther organisierte den 1. Magdeburger Baustellenlauf, einen Marathon, der die aktuelle Lage der Stadt auf humorvolle Weise aufnimmt. Statt bloßem Meckern über die Baustellen, schuf er eine Möglichkeit zum unterhaltsamen Umgang mit der Thematik.

Vorschlag 18

„Trendsportring Halle“ des conrav new sports e.V.

Frau Herzog setzt sich für die Vernetzung von Jugendlichen und Jugendnetzwerken aus dem Sportbereich ein. Dadurch entsteht eine bessere Sichtbarkeit und Erreichbarkeit der Sportarten. Außerdem werden Freiräume, sportliche Perspektiven und Zugänge zum Enga- gement von und für Jugendliche geschaffen. Der Trendsportring gibt jungen Menschen die Möglichkeit, eigenständige Planung und Kon- zeption von Angeboten wie Workshops zu übernehmen, auch für Themen, die über den Sportbereich hinaus gehen, wie zum Beispiel Inklusion, Anti-Diskriminierung und Stadtentwicklung.

Vorschlag 22

Sandra Tympel, Peter Tennert, 18 Jugendliche vom „Bunten Werk- stattprojekt“ des Kinder- und Jugendtreffs Mühle, Magdeburg

Frau Tympel und Herr Tennert räumten gemeinsam mit Jugend- lichen den verwilderten Gedenkort des KZ-Außenlagers der Polte-Werke, der an 29 massakrierte polnische KZ-Häftlinge erinnert, auf. Die umfangreichen Aufräumarbeiten werteten die Gedenkstätte auf und ermöglichten eine Gedenkveranstaltung. Diese Arbeit mit Jugendlichen aus schwierigen sozialen Verhältnissen mit überdurch- schnittlichen Schwierigkeiten bei der sozialen und beruflichen Inte- gration war sowohl für die Beteiligten als auch für das Gedenken ein wertschöpfendes Projekt.

Vorschlag 26

Heidrun Cornelius, Merseburg

Heidrun Cornelius engagiert sich für Familien aus dem Ausland, indem sie über Sauberkeit und Müllbeseitigung aufklärt und die gemeinsam genutzten Räume säubert. Außerdem hilft sie bei der Erledigung von Amtswegen, Organisation von Arztterminen und der Begleitung zum Arzt.

Vorschlag 30

Tagebuch der Gefühle, Halle (Saale)

Im Tagebuch der Gefühle verfolgen Jugendliche die Schicksale der in der Nazizeit deportierten Familien aus Halle durch das Besuchen und Putzen von Stolpersteinen, Besuche im halleschen Stadtarchiv, im „Roten Ochsen“, in der Synagoge, auf dem jüdischen Friedhof und in der Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau. Dabei verschriftlichten sie Erlebnisse und Gefühle im ersten Teil der Tagebuchreihe. Im Anschluss fanden Lesungen und Diskussionen für und mit anderen Kindern und Jugendlichen statt. Mittlerweile steht der vierte Band vor der Veröffentlichung.

Vorschlag 34

Juliana Luisa Gombe, Magdeburg

Juliana Luisa Gombe engagiert sich für die Integration von Geflüchteten und Migrant*innen. Dabei legt sie ihren Schwerpunkt auf Kinder, Jugendliche und Familien. Das Ziel ist, Toleranz zu lernen und zu leben. Sie führt Gesprächsrunden mit Jugendlichen zu Themen wie Umweltbewusstsein oder Kinderrechte durch und unterstützt junge Eltern durch das Erarbeiten eines Kompetenz-Kompasses. Seit mehr als 20 Jahren trägt das persönliche Engagement von Frau Gombe zur Verbesserung der Teilnahme am gesellschaftlichen Leben von Menschen mit Migrationshintergrund bei. Sie vermittelt Sprachkompetenz, zeigt Engagement für Frauen und eine klare Kante gegen Sexismus und bekämpft Rassismus durch das Stärken von kultureller Vielfalt.

Vorschlag 3

Annett Melzer, Halle (Saale)

Frau Melzer hat 2004 in Halle den Verein Klippel-Feil-Syndrom- Inklusion von Menschen mit Behinderung und Benachteiligung gegründet und ist seitdem Vorsitzende. In dieser Position informiert und berät sie Betroffene und organisiert regelmäßige Treffen der Mitglieder. Außerdem hat sie eine inklusive Tanzgruppe ins Leben gerufen und setzt sich für weitere inklusive Freizeitangebote ein.

Vorschlag 7

BBC Stendal

Der BBC Stendal engagiert sich seit 2013 in der Jugendarbeit in Form von AG-Angeboten an Grundschulen. In der Coronazeit wurde eine für alle offene 2on2 League gegründet, um trotzdem Basketball spielen zu ermöglichen und die Menschen zu Spaß an der Bewegung zu motivieren. Des Weiteren stärkt der Verein den Zusammenhalt der Menschen in der Region.

Vorschlag 11

Dr. Friedemann Ehrig, Wittenberg

Auszuzeichnen ist das ehrenamtliche und soziale Engagement von Dr. Ehrig. Seit den 80er Jahren ist er Mitglied in kirchlichen Friedens- gruppen, außerdem engagiert er sich als Betriebsratsvorsitzender, im Stadtrat in Wittenberg und als Vorsitzender des Fördervereins der evangelischen Akademie LSA. Er stellte sich stets in den Dienst der Sache und seine eigene Rolle in den Hintergrund.

Vorschlag 15

Förderkreis Klosterbauhütte Merseburg e.V.

Der Förderkreis Klosterbauhütte Merseburg e.V. setzt sich für den Erhalt des Petersklosters in Merseburg, sowohl baulich als auch als Ort kulturellen und künstlerischen Treibens, ein. So wurde das kulturelle Angebot der Stadt Merseburg unter Einbeziehung des Klosters erweitert. Dadurch bringt der Verein die Merseburger Bevölkerung unabhängig von Religion, Alter, kultureller und sozialer Herkunft zusammen.

Vorschlag 19

Sebastian Schulze, Stendal

Sebastian Schulze etablierte eine monatliche Jam Session mit zur Verfügung gestellten Instrumenten und Technik in Stendal. So schafft er eine Bühne für Künstler*innen aus der Region und eine Verbindung zwischen Anfänger*innen und professionellen Musiker*innen. Der Erhalt der Jam Session als musikalisches Angebot durch die Corona-Pandemie hinweg war nur mit Leiden- schaft und Geduld möglich.

Vorschlag 23

Jugendfeuerwehr Olvenstedt, Magdeburg

Die Jugendfeuerwehr Magdeburg-Olvenstedt ist ein verlässlicher Partner der Stadt bei Brand-, Lebensrettungs- und Hilfseinsätzen. Außerdem zeigen die jungen Kamerad*innen soziales Engagement im Stadtteil und bei der Nachwuchsgewinnung durch Zeltlager und den Weihnachtsmann-Drive-in.

Vorschlag 27

Petra Tischer, Selbsthilfegruppe „Halle-Kreativ“

Seit 1996 leitet Petra Tischer die DMSG Selbsthilfegruppe „Halle- Kreativ“ einmal wöchentlich nach dem Motto „Kunst als Lebens- hilfe und Lebensfreude“. Sie wirbt außerdem für Unterstützung der Arbeit der Gruppe und verbreitet Informationen über die Erkran- kung Multiple Sklerose und die Arbeit der DMSG LV Sachsen-Anhalt e.V. Sie setzte sich aktiv für alternative an Corona angepasste Mög- lichkeiten der Gruppenarbeit ein, um den Kontakt zwischen den Teilnehmenden aufrecht zu erhalten.

Vorschlag 31

Otto pflanzt! e.V. / Steffen Tilsch, Felix Bosdorf, Hartwig Haase, Magdeburg

„Otto pflanzt!“ engagiert sich für das Begrünen der Landeshaupt- stadt. Das Ziel ist, für jede*n Magdeburger*in einen Baum zu pflan- zen, also 242.000. So soll dem hohen Baumverlust der vergangenen Jahre durch Bauprojekte, Unwetter und Schädlinge entgegen- gewirkt werden. Bäume dienen als Sauerstoffspender, CO2-Speicher, Erholungsorte und vieles mehr. Bisher wurden 6892 Bäume und Sträucher gepflanzt (Stand 18.12.2021).

Vorschlag 35

Team von IPlantaTree gGmbH, Halle (Saale)

Das Team von IPlantaTree gGmbH engagiert sich durch das Pflanzen von naturnahen Mischwäldern unter Schutz der Lebens- räume seltener Arten für nachhaltige Forstwirtschaft. Außerdem richteten sie einen individuellen CO₂-Zähler ein, der die tatsächliche CO₂-Bindung der Pflanzen ermittelt.

Vorschlag 39

Brigitte Otte, Magdeburg

Frau Otte engagiert sich seit Jahren im Seniorenbeirat der Landeshauptstadt Magdeburg. Dort erfährt sie von den Belangen der Senior*innen und setzt sich für sie ein, wie beispielsweise durch Veranstaltungsplanung. Außerdem engagiert sich Frau Otte bei der GWA, bei Verdi und im Kampf gegen Rechts und das Vergessen durch tatkräftige Unterstützung und Spenden.

Vorschlag 4

E-Learning-Team „selessa“, Halle (Saale)

Das E-Learning-Team „selessa“ setzt sich für die Digitalisierung von Schulen ein. Sie betreuen die Schulen und qualifizieren die Lehrkräfte für den Umgang mit der Technik. Des Weiteren entwickeln sie E-Learning-Kurse für eine Vielzahl an Unterrichtsfächern.

Vorschlag 8

Stefanie Wally und Klaus Stenzel

Wally und Stenzel sind zwei westdeutsche SPD-Mitglieder, die sich mit der deutsch-deutschen Geschichte auseinandersetzen. Freiheit, Unterdrückung, Aufbruch im geteilten sowie im wiedervereinigten Deutschland sind Themen, mit denen sich die beiden Autoren in ihrem Buchprojekt beschäftigen. Dieses Buchprojekt entstand durch intensiven (Brief-)Kontakt mit Menschen aus der ehemaligen DDR.

Vorschlag 12

Christian Hausmann, Magdeburg

Herr Hausmanns Engagement für Erinnerungskultur ist auszu- zeichnen. Als Stadtrat und Historiker engagiert er sich für ein neues Kunstwerk zum Gedenken an die Geschwister Scholl. Seine Mo- tivation dafür ist es, in einer Zeit, in der Querdenker sich mit den Widerstandskämpfer*innen der NS-Zeit gleichsetzen, den Fokus auf historische Daten zu legen. Außerdem setzt er sich für Gedenken und gegen Vereinnahmung von Historie ein. Sein Engagement geht über die normale Tätigkeit eines Stadtrates hinaus.

Vorschlag 16

Kerstin Knoblauch, Merseburg

Kerstin Knoblauch ist für die traditionellen Kostüme des Festumzugs des Merseburger Stadtfestes zuständig. Sie trägt Verantwortung für über 2500 selbstgenähte historische Kostüme und kümmert sich liebevoll um deren Pflege und Erhalt.

Vorschlag 20

Medinetz Halle/Saale e.V.

Das Medinetz Halle/Saale e.V. lebt von der ehrenamtlichen Arbeit von Medizinstudierenden, Therapeut*innen und Ärzt*innen, die medizinische Hilfe für Menschen ohne oder mit eingeschränktem Zugang zum Gesundheitssystem anbieten. Das Angebot richtet sich insbesondere auch an Asylsuchende und beinhaltet die Beratung von Patient*innen, die Finanzierung der Behandlungen aus Spen- dengeldern und eine umfassende Sozialbetreuung, die Wege auf- zeigen soll, wie Betroffene in die gesetzliche Krankenversicherung aufgenommen werden können. Außerdem zeigt das Medinetz Ein- satz für eine bundesweite Regelung, die grundlegende medizinische Versorgung für alle in Deutschland lebenden Menschen sicherstellt, wie über das Konzept des anonymen Behandlungsscheins, der medizinische Behandlung für Unversicherte ermöglicht.

Vorschlag 24

Friederun Krosch, Ballenstedt

Seit 2015 unterstützt Friederun Krosch Asylsuchende bei Behörden- gängen, Sprachunterricht und Kinderbetreuung. Außerdem bietet sie Unterstützung für die Harzer Tafeln und Einkaufshilfen für in ihrer Mobilität eingeschränkte Menschen an. Des Weiteren enga- giert sich Frau Krosch bei der Mitmach-Betreuung für Kinder im Werkraum des HeimatHOF und ermöglicht durch Arbeiten wie Gärtnern, Kochen und Nähen konstante Lernerfahrungen.

Vorschlag 28

Jens Hamel, Schönebeck

Jens Hamel begleitet und fährt seit 2018 den Wünschewagen des ASB Deutschland e.V., ASB-Regionalverband Magdeburg. Außerdem ist er Mitglied in zahlreichen Vereinen, wie dem Kultur- und Heimat- verein Eggersdorf, dem Rassegeflügelzuchtverein 1936 e.V. Eggers- dorf und dem Club der Englischen Groß- und Zwergkröpfer. Er zeigt viel Engagement bei der Organisation von Festen und dem lokalen Weihnachtsmarkt, der Unterstützung der Tafel sowie der Mittel- deutschen Kammerphilharmonie Schönebeck e.V.

Vorschlag 32

Kulturscheune Olvenstedt e.V., Magdeburg

Die Vereinsmitglieder der „Kulturscheune Olvenstedt“ zeigen Engagement für den generationsübergreifenden Zusammenhalt. Sie bewahren und fördern die lokale Kultur durch Dia-Abende, Lesungen und Konzerte. So wecken sie bei den Gästen kulturelles Interesse und Eigeninitiative.

Vorschlag 36

Dr. Friedrich-Wilhelm Kühne, Wanzleben-Börde

Herr Dr. Kühne unterstützt Vereine und Menschen im Ehrenamt durch Fürsprache, materielle und finanzielle Hilfen. Außerdem sanierte er die Burg Wanzleben als Ort für Feste, Feiern und für die Heimatgeschichte. Des Weiteren unterstützt Herr Dr. Kühne den internationalen Austausch des Gymnasiums Wanzleben und zeigt Einsatz gegen Rassismus, unter anderem durch Unterstützung der Bewerbung des Gymnasiums als „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“.