Am 29. November 2022 wurde der Reinhard-Höppner-Engagementpreis an insgesamt vier Preisträger:innen verliehen. Die SPD-Landtagsfraktion hatte gemeinsam mit dem SPD-Landesverband zu einer gemeinsamen Festveranstaltung in den Landtag von Sachsen-Anhalt geladen.

Einmal jährlich werden Bürger:innen, Vereine und Initiativen, die sich um das Gemeinwohl verdient gemachten haben, mit diesem Preis geehrt. Aus 45 eingegangenen Vorschlägen wurden von einer fünfköpfigen Jury unter dem Vorsitz der SPD-Fraktionsvorsitzenden Dr. Katja Pähle vier Preisträgerinnen und Preisträger ausgewählt. Der 1. Preis ist mit 500 Euro, der 2. Preis mit 300 Euro und der 3. Preis mit 200 Euro dotiert. Zusätzlich gibt es einen Sonderpreis für bürgerschaftliches Engagement.

Alle Einwohnerinnen und Einwohner Sachsen-Anhalts sind herzlich eingeladen, auch schon jetzt für das Jahr 2023 engagierte Einzelpersonen oder Organisationen wie Vereine und Initiativen für den Reinhard-Höppner-Engagementpreis vorzuschlagen.

Der Jury des Reinhard-Höppner-Engagementpreises gehören neben Dr. Katja Pähle (der Fraktionsvorsitzenden der SPD-Landtagsfraktion) auch Renate Höppner, Dr. Rüdiger Fikentscher (ehemaliger SPD-Landes- und Landtagsfraktionsvorsitzender), Silke Renk-Lange (Präsidentin des Landessportbundes) und Dr. Andreas Schmidt (MdL, Landesvorsitzender SPD) an.

Die Preisträger 2022

1. Preis (500 Euro):
Künstlerstadt Kalbe e. V.

Der Künstlerstadt Kalbe e.V. engagiert sich auf vielfältige Weise für Kunst und Kultur im Ort. Jedes Jahr gibt es einen Sommer- und einen Wintercampus, für den junge Künstler:innen ein Stipendium erhalten und in Kalbe Raum bekommen, ihre Kunst zu schaffen. Auf dem Campus werden auch die Ergebnisse offen für alle vorgestellt: Filme werden gezeigt, von den Künstler:innen wird durch die Ateliers geführt, die Bühne ist aber auch für alle offen, die ihr Können zur Schau stellen wollen. Außerdem organsiert die Künstlerstadt kulturelle Workshops für alle Bevölkerungsgruppen und Festivals und Feste für Kunstrichtungen und den Ort, um das Gemeinschaftsgefühl zu stärken.

Laudatio

2. Preis (300 Euro):
DRK Ortsverein Schönebeck im Salzlandkreis e. V.

Der DRK Ortsverein Schönebeck im Salzlandkreis führt alle Aktivitäten mit ausschließlich erhrenamtlichen Mitgliedern durch. Seit seiner Gründung im Jahr 2018 engagieren sich in verschieden Bereichen rund 200 Mitglieder, von Kindern im Jugendrotkreuz, der Wasserwacht, über die Kameradinnen und Kameraden im Bereich des Bevölkerungsschutzes, bis hin zur Arbeit in Beratungsstellen und den Kleiderkammern. Dabei verzichten die Mitglieder überwiegend auf die Zahlung von Aufwandsentschädigungen, um so den Verein zu unterstützen.

Laudatio

3. Preis (200 Euro):
Verein Rettung Schloss Blankenburg e. V.

Der Verein hat sich die Sicherung und den Erhalt des Blankenburger Schlosses als Einzeldenkmal, wichtigem Kulturgut mit überregionaler und nationaler Bedeutung und als Wahrzeichen der Stadt Blankenburg mit zentraler historischer Bedeutung zur Aufgabe gemacht. In den letzen Jahren ist mit beherztem ehrenamtlichen Einsatz der Erhalt und sogar der Ausbau und die Restaurierung gelungen.

Laudatio

Sonderpreis:
Norbert Dregger, Förderverein Freibad Langenweddingen e. V.

Im Jahr 2012 wurde das historisches Freibad in Langenweddingen aus Kostengründen von der Gemeinde Sülzetal geschlossen. Aktive Bürger:innen gründeten daraufhin einen Förderverein. Dieser organisiert seit 2013 mit personeller Absicherung und Übernahme sämtlicher Kosten die Öffnung des Freibades. Das Freibad ist im Sommer Treffpunkt, Mittelpunkt des dörflichen Geschehens und Höhepunkt des sozialen Miteinanders. Freibadfeste, Sportveranstaltungen und Musikabende finden statt und Kinder wird Schwimmunterricht erteilt. Ca. 10.000 Besucher: innen erfreuen und erholen sich hier jährlich bei Sport und Spiel. Norbert Dregger wurde bei Vereinsgründung zum Vorsitzenden gewählt. Schon seit 11 Jahren ist er der ständig agierende, moderierende und handelnde Motor des Vereins.

Laudatio

Die Nominierten 2022

Vorschlag 1

Hans-Christian Sachse, Dessau-Roßlau

Hans-Christian Sachse engagiert sich umfangreich in der Politik und bei der AWO. Von 1990 bis 2007 war er Stadtrat in Dessau-Roßlau, wo er sich für zahlreiche Projekte und Initiativen einsetzte und sie begleitete. Bis 2009 war Sachse außerdem Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Dessau Siedlung-Ziebigk-Kühnau. Bei der AWO war er bis 2021 stellvertretender Landesvorsitzender. Weiterhin engagiert sich Sachse als ehrenamtlicher Geschäftsführer des AWO-Kreisverbandes Dessau-Roßlau e. V. Dabei kümmert er sich um die Belange der Suchtberatung, einer Begegnungsstätte, des Repair-Cafés und des Freiwilligendienstes.

Vorschlag 3b

Soziokulturelles Zentrum Schranke e. V., Wolmirstedt

Der Soziokulturelle Verein Schranke e. V. betreut das Bürgerhaus in der Schlossdomäne in Wolmirstedt. Unter seiner Ägide wurde und wird das Gebäude umfassend saniert und der Bevölkerung als Veranstaltungsort für Feiern, Hochzeiten u.ä. sowie als Treffpunkt für verschiedene Hobbygruppen zur Verfügung gestellt. Die Sanierung des Gebäudes sowie die Schaffung eines beliebten Treffpunktes für Bürger:innen in Wolmirstedt sind Zeugnis eines langjährigen überdurchschnittlichen Engagements des Vereins. Die Räumlichkeiten können für zahlreiche private, kulturelle oder politische Ereignisse genutzt werden, was ohne die Betreuung und Organisation durch die Vereinsmitglieder kaum möglich wäre. Die Bürger:innen von Wolmirstedt und Umgebung haben durch den Verein einen wertvollen Ort für das soziale Leben in der Stadt erhalten.

Vorschlag 6

Kultur, Bildung & Freizeit e. V., Ilsenburg

Seit 1995 ist der Verein „Kultur, Bildung und Freizeit“ ein Ort für Jugendkultur im ländlichen Raum. Hier werden zahlreiche Veranstaltungen, wie Konzerte, ein Cross-Seifenkistenrennen sowie Kinder- und Straßenfeste, organisiert und durchgeführt. Insbesondere das Kinder- und Straßenfest ist ein Angebot für die gesamte Stadt Ilsenburg, das die Generationen verbinden soll. Außerdem kooperiert der Verein mit der Suppenküche Windhoek, die zweimal wöchentlich Mahlzeiten für 200 Kinder bereitstellt, indem er Spenden sammelt und an die Suppenküche weiterleitet. Es werden durch den Verein „Kultur, Bildung und Freizeit“ auch zahlreiche internationale Jugendbegegnungen und Fachprogramme ermöglicht.

Vorschlag 9

OTTOPIA - Die europäische Kinderstadt Magdeburg

Die Europäische Kinderstadt Magdeburg ist ein Projekt, das seit 2010 Kindern jeden Sommer für die Dauer von zwei Wochen ihre eigene Stadt bietet, in der sie demokratische Prozesse testen und gesellschaftliches Zusammenleben gestalten können. Außerdem können sie sich mit Themen wie Arbeit und Lohn, Selbst- und Mitbestimmung beschäftigen, verschiedene Berufe ausprobieren, sowie eine eigene Zeitung erstellen. Durch Freiwillige aus dem europäischen Ausland können sie auch Einblicke in andere Länder und Kulturen erhalten. Außerdem hat die Kinderstadt einen Kinderrat eingerichtet, der das Team der Kinderstadt mit Ideen und Wissen bereichert. Bis 2016 hieß die Kinderstadt Magdeburg „Elberado“ und wurde vom gleichnamigen Verein organisiert. Sie konnte auf dem Gelände der Hochschule Magdeburg-Stendal besucht werden. Da die Kinderstadt ab 2021 unter neuem Organisator, am neuen Ort und mit neuer inhaltlicher Ausrichtung (europäisch) stattfindet, wollte der Verein einen neuen Namen finden, der die Veränderung widerspiegelt. Der Name „Ottopia“ wurde vom Kinderrat und mithilfe einer Online-Abstimmung beschlossen.

Vorschlag 12

Fraueninitiative Magdeburg e. V.

Der Verein „Fraueninitiative Magdeburg“ leitet und führt im Volksbad Buckau das Frauenzentrum Courage als Soziokulturelles- und Frauenzentrum. Es ist Veranstaltungsort für Konzerte, Ausstellungen zu verschiedenen Themen und Lesungen. Vor allem finden aber auch Workshops statt, die auf die Förderung von Frauen und Mädchen abzielen. Neben Bildungsangeboten, wie beispielsweise feministischen Themenabenden, setzt sich die Fraueninitiative Magdeburg e. V. auch für die Gleichberechtigung und Akzeptanz von Menschen aus der LSBTIQ+-Gemeinschaft ein. Auch auf politischer Ebene engagiert sich der Verein im Frauenpolitischen Runden Tisch der Stadt Magdeburg und im Lesben-, Schwulen- und queerpolitischen Runden Tisch Sachsen-Anhalt (LSQpRT).

Vorschlag 15

Kunstverein “Talstrasse“ e. V., Halle (Saale)

Seit 1991 bereichert der Kunstverein “Talstrasse“ das kulturelle Leben der Stadt Halle. In der Kunsthalle des Vereins finden regelmäßige Ausstellungen statt, sowohl zu bestimmten Künstler:innen, als auch Kunstrichtungen. Zusätzlich gibt es verschiedene Bildungsangebote für alle Bevölkerungsgruppen. Dazu gehört die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, aber auch Kunstvermittlung für Demenzerkrankte. Außerdem organisiert der Verein eine Vielzahl an Konzerten und Vorträgen.

Vorschlag 18

Tierschutzverein „SOS Tierhof“ e. V. Bad Dürrenberg

Seit 2000 setzt sich der TSV „SOS Tierhof“ e. V. Bad Dürrenberg für Tierschutz und Tierwohl ein. Der Verein betreibt das Tierheim in Bad Dürrenberg, das einen sicheren Ort für ausgesetzte und herrenlose Katzen bietet. Sie bekommen im Tierheim ein artgerechtes Übergangszuhause, tierärztliche Versorgung und im Idealfall die Vermittlung zu einer neuen Familie. Für die freilebenden und herrenlosen Katzen bietet der Verein Futterstellen an und sorgt für Kastration, um eine Überbevölkerung zu vermeiden. Die Ausgaben werden über Spenden und Mitgliedsbeiträge gedeckt. Diese Spenden werden vor allem auch über Veranstaltungen im Tierheim organisiert.

Vorschlag 21

Slawia-Kulturcentrum e. V., Halle (Saale)

Seit 2001 bietet das „Slawia-Kulturcentrum“ Zuwanderern und Zuwanderinnen aus dem slawischsprachigen Raum einen Ort, an dem Bräuche und Sitten aus den Herkunftsländern gemeinschaftlich gepflegt und im Sinne der Völkerverständigung weitergegeben werden können. Der Verein bietet aber auch Raum für Erfahrungsaustausch und gegenseitige Hilfe beim Ankommen und Einleben in Deutschland, beispielsweise bei Alltagsproblemen oder Fragen der Eingliederung. Unter diesem Aspekt war das „Slawia-Kulturcentrum“ eine der ersten, die Hilfsangebote für ukrainische Geflüchtete gestellt haben.

Vorschlag 24

Annette Byhahn, Neurofibromatose Regionalgruppe Sachsen-Anhalt

Annette Byhahn organisiert seit über 12 Jahren den Tag der Seltenen Erkrankungen, um Menschen mit Seltenen Erkrankungen Gehör zu verschaffen. Entstanden ist eine bundesweit starke Gemeinschaft, ein überregionales Netzwerk samt einer App, die digitale Vernetzung und Information zu „Seltenen Erkrankungen“ erleichtert. Es ist Frau Byhahn zu verdanken, dass es nun auch in Mitteldeutschland mehrere Spezialsprechstunden für Seltene Erkrankungen gibt.

Vorschlag 27

Weitblick e. V., Burg

Der Verein „Weitblick“ ist integraler und fördernder Bestandteil der Kunst- und Kulturszene der Stadt Burg. Ziel seiner Aktivitäten ist die Förderung von Kunst und Kultur, der internationalen Gesinnung, von Toleranz und Völkerverständigung und die der Inklusion von sozial Benachteiligten. In Burg betreibt der Verein eines der weltweit ältesten Filmtheater, das Burgtheater. Dort finden Filmvorführungen abseits des Angebots der großen Marktkinos statt. Auch für nichtfilmische kulturelle Veranstaltungen wird das Burgtheater genutzt. Das Burgtheater wird dabei regelmäßig zur Begegnungsstätte zwischen unterschiedlichen sozialen, religiösen und politischen Gruppen. Dabei arbeitet der Verein eng mit weiteren Bildungs-, Sozial- und Kultureinrichtungen der Stadt Burg zusammen.

Vorschlag 30

Elke Schmidt, Hospizbegleiterin in Burg

Elke Schmidt ist eine sehr zuverlässige und immer einsatzbereite Ehrenamtliche im ambulanten Hospizdienst der Pfeifferschen Stiftungen im Stützpunkt Burg, die keine Kosten und Mühen scheut, den Sterbenden und ihren Angehörigen beizustehen. Ihre Begleitungen richten sich stets nach den Wünschen und Möglichkeiten der Familien. Frau Schmidt stellt sich nie in den Mittelpunkt dabei und besitzt ein sehr gutes Einfühlungsvermögen für diese schwere Situation der Familien. Sie nimmt regelmäßig an Fortbildungen teil und nimmt ihre Aufgabe mit viel Verantwortungsbewusstsein wahr. Frau Schmidt ist eine große Stütze für den Hospizdienst in Burg.

Vorschlag 33

DRK Ortsverein Schönebeck im Salzlandkreis e. V.

Der „DRK Ortsverein Schönebeck im Salzlandkreis“ besteht seit vier Jahren aus rund 200 ehrenamtlichen Mitgliedern. Im Bereich der Migration steht Beratung und Unterstützung in einer vom Verein unterhaltenen Beratungsstelle in Schönebeck zur Verfügung. Weiterhin engagiert sich der Ortsverein im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit mit den Angeboten im Jugendrotkreuz. Im Bereich der Breitenausbildung werden regelmäßig Erste-Hilfe-Lehrgänge für verschiedene Bereiche angeboten und durchgeführt, so z.B. für Betriebe, Schulen und Kitas. Weiterhin ist der Ortsverein für den Salzlandkreis im Bereich des Katastrophenschutzes tätig. Hier werden für den Bevölkerungsschutz die Fachdienste Sanität, Betreuung und Wasserrettung gestellt. So unterstützte der Ortsverein mit starkem Engagement die Impfangebote des Salzlandkreises im Rahmen der Pandemiebekämpfung und bei der Organisation der Aufnahme von Flüchtlingen aus der Ukraine in den vergangenen zwei Jahren. Um alle Aktivitäten durchführen zu können, werden monetäre Mittel benötigt. Diese werden zu einem großen Teil mit der ehrenamtlichen Arbeit der Mitglieder erwirtschaftet. Dabei verzichten die Mitglieder überwiegend auf die Zahlung von Aufwandsentschädigungen, um so den Verein zu unterstützen.

Vorschlag 36

Kreissportjugend Salzland

Was die Kreissportjugend insbesondere auszeichnet, ist der hohe organisatorische Aufwand, der mit den Schwimmcamps der letzten beiden Sommer einherging. Es mussten Schwimmtrainer:innen gefunden werden, die bereit waren, ihren Sommer für das Schwimmcamp zu opfern, es mussten Helferinnen und Helfer gefunden werden und die Kinder mussten in den Pausen mit Essen und Getränken versorgt werden. Zudem war es dank Fördermitteln möglich, die Schwimmcamps kostenlos anzubieten.

Vorschlag 39

Seniorenbüro der Stadt Hohenmölsen e. V.

Der Verein – Seniorenbüro der Stadt Hohenmölsen e. V. – wurde im September 2016 gegründet und arbeitet ehrenamtlich für einen vielfältigen Einsatz im gesellschaftlichen Leben von Hohenmölsen. So stellt der Verein ehrenamtliche Lesepaten und -patinnen für die Kitas und Lernpaten und -patinnen für die Grundschule, unterstützt ehrenamtlich bei der Betreuung von Senioren und Seniorinnen (beispielsweise Skat- und Rommégruppen) und Migrant:innen (beispielsweise Mitarbeit im Helferkreis). Das Büro dient mit seinen regelmäßigen Öffnungszeiten als Anlaufpunkt für Senioren und Seniorinnen. Der Verein schafft es durch gezielte Aktivitäten Bevölkerungsgruppen verschiedenen Alters zusammenzubringen und Vorurteile abzubauen. Es werden Computerkurse für Senioren und Seniorinnen, kreatives Gestalten und Basteln sowie Filmvorführungen organisiert, Fahrten und Exkursionen angeboten und jährlich wird ein zentraler Seniorennachmittag mit ca. 250-400 Teilnehmer:innen veranstaltet. Auch die Aktivitäten mit Kindergartenkindern und Schüler:innen zu beiderseitigem Nutzen seien genannt. Die Senioren und Seniorinnen fühlen sich gebraucht und können ihre Lebenserfahrung weitergeben sowie die Freizeit sinnvoll gestalten. Die Arbeit hat sich mittlerweile in der Stadtgesellschaft fest verankert und der Verein ist sehr gut vernetzt.

Vorschlag 42

„Halle gegen Rechts“ - Bündnis für Zivilcourage

„Halle gegen Rechts“ hat Strahlkraft weit über Halle hinaus und gilt als eines der Vorzeigebündnisse deutschlandweit. Durch diese Strukturen sind Erfolge gelungen, die immer wieder gezeigt haben, dass die extreme Rechte in Halle keinen Platz findet. Egal ob die Blockade des III. Wegs oder der Auszug des sogenannten „Leuchtturmprojekts“ der Identitäten in der Adam-Kuckhoff-Straße – eine rechtsextreme Raumnahme – hätte ohne das Bündnis deutlich stärker stattgefunden. Das Bündnis versteht sich als Sprachrohr für viele, die sonst nicht gehört werden. Es ist immer wieder Vermittler zwischen Stadtverwaltung und Stadtgesellschaft, wie z.B. in der Frage der Organisation eines angemessenen Gedenkens für die Betroffenen des Anschlags vom 9.10.2019. „Halle gegen Rechts“ organisiert einen großen Teil der aktiven Zivilgesellschaft und vernetzt unterschiedlichste Akteur:innen miteinander. Diese Netzwerkarbeit, zusammen mit dem Schwerpunkt einer „lebendigen Demokratie“ ist es, was den sozialdemokratischen Wert der hier geleisteten Arbeit ausmacht."

Vorschlag 45

Mario Kannegießer, AWO Salzlandkreis

Mario Kannegießer zeichnet besonders sein unermüdliches soziales und politisches Engagement aus. Er steht mit viel Herzblut und einem hohen Maß an fachlicher Kompetenz für soziale Themen und die Belange seiner Heimatregion ein. Seit 2013 ist er ehrenamtlicher Vorsitzender des AWO Kreisverbandes Salzland. Die Arbeiterwohlfahrt Salzland ist in den Bereichen der Jugendhilfe, Kinderbetreuung, Seniorenarbeit und Suchtberatung tätig. Ein weiterer erwähnenswerter Punkt ist die Weiterführung der Tafel. Nachdem die Tafel Schönebeck schließen musste, wurde sie in AWO-Trägerschaft übernommen und am 1. Juli 2018 wieder eröffnet. Besonders durch die Mitwirkung von Mario Kannegießer wurde sie neu strukturiert und wirtschaftlich neu aufgestellt. Heute verfügt die Tafel über fünf Ausgabestellen in Schönebeck, Calbe, Barby, Biere und Groß Rosenburg.

Vorschlag 2

Bürgerinitiative „Baumschutz Hohe Börde“

Die Bürgerinitiative „Baumschutz Hohe Börde“ gründete sich 2008, nachdem auf dem kommunalen Friedhof Bäume ohne ersichtlichen Grund gefällt worden sind. Seitdem setzt sich die Initiative für fachgerechten Baumschutz in der Gemeinde ein, um den ohnehin schon geringen Bestand zu bewahren. So wurde erreicht, dass die mit der Baumpflege betreuten Personen Schulungen erhalten und der Baumschnittplan jährlich mit der Initiative abgesprochen wird. Durch Baumpatenschaften wurden 2021 in der Hohen Börde 29 Bäume gepflanzt.

Vorschlag 4

Alte Brennerei-Niemberg e. V.

Seit 2003 schafft der Verein „Alte Brennerei-Niemberg“ mit dem Dorfgemeinschaftshaus einen zentralen Raum für das öffentliche, soziale und kulturelle Leben im Ort. Jährlich werden Schüler:innenprojekte zu unterschiedlichen Themen veranstaltet, wie zum Beispiel zum Thema „Erneuerbare Energien“ im vergangenen Schuljahr. Aus den Projekten der Jahre 2009 bis 2013 ist ein Skulpturenpark auf dem Außengelände des Dorfgemeinschaftshauses entstanden, der zu Besichtigungen einlädt. Außerdem befindet sich unter dem Dach des Hauses ein Kunstatelier, in dem die Kreativität sich frei entfalten kann. Neben den Schüler:innenprojekten gibt es auch offene Veranstaltungen für alle, wie Parkfeste, einen Weihnachtsmarkt, Whiskeyverkostungen und Tanzabende. Die SPD-Landtagsfraktion konnte sich anlässlich einer auswärtigen Fraktionssitzung 2022 hier von der Vereinsarbeit und dem besonderen Engagement von Herrn Prinzing überzeugen.

Vorschlag 7

Marian Haft, Bernburg

Als Vorstand des Bernburger Maritimer Club e. V. engagiert sich Marian Haft für Seesport in Bernburg. Das umfasst sowohl das Rudern, aber auch Knoten, Tauklettern und das Wurfleinewerfen. Der Verein bietet leistungsorientierten Sport mit Wettkämpfen und Regatten, aber auch Breitensport bzw. den Seesport als Freizeitvergnügen an. Es findet eine enge Zusammenarbeit mit der Lebenshilfe Bernburg statt, deren Sportler:innen fest in den Verein und in das Wettkampfsystem eingebunden sind. Außerdem organisiert und veranstaltet der Bernburger Maritimer Club e. V. das größte Kutterrennen in Deutschland. Die SPD-Landtagsfraktion konnte sich anlässlich einer auswärtigen Fraktionssitzung 2022 hier vom Engagement von Herrn Haft überzeugen.

Vorschlag 10

Kulturanker e. V., Magdeburg

Der Verein „Kulturanker“ setzt sich mit seinen Projekten für die Belebung kultureller und regionaler Identitäten ein. Sie bietet neue Ausstellungsformate für eine junge, alternative und demokratische Musik- und Kulturszene an. Dazu gehört zum einen die Kulturbrücke, bei der die Hubbrücke zum Ausstellungsort für verschiedene Kunstformen wie Poetry Slam, Improvisationstheater, Tanz und Film wird, und zum anderen das Lebenszeichen, das ein Wiedererscheinen der Kultur in Form einer Weltraumreise darstellt, gestaltet durch Literatur, Musik, Tanz und bildende Kunst.

Vorschlag 13

Musikkombinat Magdeburg e. V.

Das „Musikkombinat Magdeburg“ organisiert verschiedene Konzerte in und um Magdeburg. Diese finden an besonderen Orten statt: Wohnzimmer, Gärten, in Hinterhöfen, aber auch mal im Kindergarten. Diese Konzerte sind für alle Menschen zugänglich, da der Eintritt frei ist und die Auftritte über Spenden und eine Hutkasse finanziert werden. Die Konzerte bieten eine Plattform für bekannte und unbekanntere Künstler:innen und für den lokalen Nachwuchs.

Vorschlag 16

Heimatverein Herzenssache Rieder e. V.

Seit 2019 setzt sich der Heimatverein „Herzenssache Rieder“ für ein aktives, gemeinschaftliches Leben im Ort ein. Der Verein organisiert zahlreiche Veranstaltungen, dazu zählen das Osterfeuer, das jährliche Dorffest mit Seifenkistenrennen, ein Herbstkonzert, ein Weihnachtsmarkt und -konzert sowie die Durchführung des World Cleanup Days in Rieder. Außerdem stellt der Verein seine Räumlichkeiten regelmäßig dem Deutschen Roten Kreuz für die Blutspende zur Verfügung.

Vorschlag 19

Tierheim „Am Sandgraben“ e. V., Eisleben

Seit 2001 wird das Tierheim „Am Sandgraben“ in Eisleben hauptsächlich ehrenamtlich betrieben. Im Laufe der Zeit konnte das Tierheim sich mit Hilfe von Spenden erweitern und hat nun neben den regulären Tierunterkünften auch einen Tierfriedhof und eine Quarantänestation für neue bzw. kranke Tiere. Außerdem werden über das Tierheim Patenschaften an Menschen vermittelt, die kein Tier bei sich zu Hause aufnehmen können. Diese kümmern sich um Tiere in ihrem Lebensabend. Neben den klassischen Aufgaben des Tierheims gibt es auch zahlreiche Veranstaltungen, wie den jährlichen Tag der offenen Tür oder den Hundewandertag, die neue Menschen auf das Tierheim aufmerksam machen sollen. Das Engagement des Vereins wurde bereits in den Anfängen vom Land Sachsen-Anhalt mit dem „Träger des Tierschutzpreises Sachsen-Anhalt 2006“ gewürdigt.

Vorschlag 22

Werkstattrat der Pfeifferschen Reha-Werkstatt, Magdeburg

Der Werkstattrat der Pfeifferschen Reha-Werkstatt setzt sich komplett ehrenamtlich für die Belange der Beschäftigten ein. Er vermittelt zwischen Teamleitung, Geschäftsführung und behält dabei immer die Probleme und Sorgen der Beschäftigten im Blick. Der Vorsitzende des Werkstattrates setzt sich auch außerhalb der Pfeifferschen Stiftungen für die Belange von Menschen mit Behinderung ein.

Vorschlag 25

Interessengemeinschaft Herdenschutz plus Hund e. V., Aken OT Kühren

Es handelt sich hier um eine Gemeinschaft aus Nutztierhaltern und Interessierten mit dem Ziel, den technischen Herdenschutz und die Ausbildung von Herdenschutzhunden in Sachsen-Anhalt zu verbessern. Die Interessengemeinschaft Herdenschutz plus Hund e. V. setzt sich proaktiv für Herdenschutz gegenüber Wölfen ein. Dabei dreht es sich sowohl um technischen Herdenschutz, als eben auch Herdenschutzhunde. Der Verein berät Herdenhalter:innen, unterstützt bei der Ausbildung der Herdenschutzhunde und bietet allgemeine Informationen zu besserem Herdenschutz an. Alle bisherigen Beratungen waren erfolgreich und haben Risse um 100% reduziert. Der Verein kann sein Motto „Herdenschutz ist Wolfsschutz“ also sehr gut umsetzen.

Vorschlag 28

Dr. Detlev Haupt, Halle (Saale)

Pfarrer Dr. Detlev Haupt engagiert sich seit über 30 Jahren intensiv gegen Antisemitismus, für den Frieden und die Verständigung in Israel und Palästina. Das unermüdliche, uneigennützige Eintreten für ein friedliches Zusammenleben der Menschen in Palästina und Israel ist beispielgebend – auch für das Miteinander von uns Menschen hier vor Ort in Deutschland. Er organisierte unzählige Bildungsreisen dorthin, in denen die Teilnehmenden mit Menschen vor Ort zusammentreffen und so die vielschichtigen Perspektiven dieses verworrenen Konfliktes und seiner alltäglichen Auswirkungen auf das Leben aller Menschen dort erfahren konnten. Die, die mit ihm auf einer seiner Israelreisen waren, sind beeindruckt von seinem Engagement, das sich in Kenntnissen, Verbindungen, Aufklärung und Teilnahme am Schicksal von Menschen äußert. Dabei sind seine Impulse nie politisch einseitig, sondern immer auch um die Sicht der Gegenseite besorgt. Detlev Haupt hat unzählige Entbehrungen, Enttäuschungen und Anstrengungen in Kauf genommen, um seinem Ideal durch eigene Lebenspraxis und reale Taten greifbare Form zu geben und damit viel bewirkt. Ein weiteres besonderes Anliegen ist ihm zudem die Werkstatt für behinderte junge Menschen „LIFEGATE“ in der palästinensischen Stadt Beit Jala, die er auch finanziell unterstützt.

Vorschlag 31

Norbert Dregger, Langenweddingen

2012 wurde das historische Freibad in Langenweddingen – errichtet 1928 – aus Kostengründen von der Gemeinde Sülzetal geschlossen. Aktive Bürger:innen gründeten daraufhin am 30.5.2012 einen Förderverein und wählten Norbert Dregger zum Vorsitzenden. Seit 10 Jahren ist er der ständig agierende, moderierende und handelnde Motor des Vereins. Er zeigt mit hohem persönlichem Einsatz ein breites, ehrenamtliches Engagement. Er ist außerdem Vorsitzender des Gemeinderates Sülzetal und Mitglied im Kuratorium des Ökumenischen Domgymnasiums und aktives SPD-Mitglied.

Vorschlag 34

Ute van Tulden, Zerbster Tafel e. V.

Seit zehn Jahren ist Frau van Tulden ehrenamtlich bei der Tafel tätig und ist seit der Gründung der Zerbster Tafel e.V. im Jahre 2015 deren Vorsitzende. Bei ihrer Arbeit gibt sie immer 150 Prozent. Auch in schweren Zeiten hat sie es immer geschafft, dass die Bedürftigen an erster Stelle stehen. Sie ist auch in der Schiedskommission von „Tafel Deutschland“ und in der SPD aktiv.

Vorschlag 37

Gesellschaft der Freunde „Michaelstein“ e. V.

Die Gesellschaft der Freunde „Michealstein“ e. V. steht in der Tradition der historischen Entwicklung des Instituts für Aufführungs-praxis in Michaelstein. Sie unterstützt das Kloster Michaelstein - Musikakademie und Museum bei der Wahrnehmung ihres Stiftungszweckes. Die Gesellschaft trägt dazu bei, das Kloster als Veranstaltungs- und Seminarstätte zu erhalten, den Bekanntheitsgrad zu erhöhen, den musikpädagogischen Bereich und die Fortbildung zu fördern und Projekte zu unterstützen.

Vorschlag 40

DLRG Ortsgruppe Bernburg

Die DLRG Ortsgruppe Bernburg ist neben dem Wasserrettungszug des Katastrophenschutzes im Salzlandkreis eingebunden. Neben Schwimmer:innen und Rettungsschwimmer:innen wird in Erste Hilfe sowie Sanitätsdienst ausgebildet. Eine Taucheinsatzgruppe sowie zwei Rettungsboote runden den Verein ab. Im Dezember 2020 wurden die Mitglieder in diversen Impfzentren und Impfaktionen im Salzlandkreis als Helfer:innen eingebunden. Hierbei sei erwähnt, dass dies ausschließlich auf ehrenamtlicher Basis geschah. 2020 wurde eine Drohne angeschafft und fast 100 Mitglieder in einem Wochenendkurs geschult. Sie werden jetzt bei diversen Personensuchaktionen eingesetzt und helfen Landwirtinnen und Landwirten bei der Rehkitzrettung. Der zeitliche Aufwand und das Engagement aller Einsatzkräfte, vor allem während der Pandemie und seit der Zeit des Angriffskrieges in der Ukraine, gehen über das normale Maß stark hinaus. Weiterhin ist kein Ende in Sicht, da gerade in der Schwimmausbildung etlicher Aufholbedarf besteht.

Vorschlag 43

Simone Pareigis, SHG für Leukämie- und Lympfompatienten Halle (Saale)

Bei Simone Pareigis wurde 2003 im Alter von 37 Jahren die grausame Diagnose Leukämie gestellt. Im Frühjahr 2022 kann sie als Leiterin der SHG für Leukämie- und Lymphompatienten Halle das 20-jährige Jubiläum der SHG eröffnen – diagnosefrei. Durch ihre eigene Betroffenheit leistet sie Großartiges in der Vernetzung zwischen den Betroffenen, Klinikpersonal und Krankenkassen. Sie unterstützt und hilft bei unterschiedlichsten Aktionen, z.B. immer wieder bei Typisierungsaktionen wie „Rudern gegen Krebs“ in Halle an der Saale. Simone Pareigis ist mit großartigem Engagement als ehrenamtliche Ansprechpartnerin für viele Betroffene da. Wenn sie nicht für die Selbsthilfegruppe aktiv ist, näht sie Masken für Seniorenheime, Beutelchen für Kindergartenkinder oder sammelt Spenden für Ukraineflüchtlinge.

Vorschlag 3a

Christina Laqua, Wolmirstedt

Christina Laqua ist Vorstandsvorsitzende des Soziokulturellen Zentrums Schranke e. V. und setzt sich dort für einen kulturellen und sozialen Raum im Ort ein. Der Verein hat bereits und saniert weiterhin das Gebäude der Schlossdomäne und stellt die ursprüngliche Form auf beeindruckende Weise wieder her. Die Vergabe der Räumlichkeiten für alle Vereine, die in der Schlossdomäne ihre Heimat gefunden haben, wäre ohne Christina Laqua undenkbar. Sie ist im Ruhestand und stellt fast ihre gesamte Freizeit in den Dienst des Bürgerhauses. Sie ist Ansprechpartnerin für alle Belange, die die Schlossdomäne und die in ihr ansässigen Vereine betreffen. Die SPD-Landtagsfraktion konnte sich anlässlich einer auswärtigen Fraktionssitzung 2022 hier von der Vereinsarbeit und dem besonderen Engagement von Christina Laqua überzeugen.

Vorschlag 5

Literaturhaus Magdeburg e. V.

Das Literaturhaus ist seit 2004 ein Ort für eine Vielzahl an Veranstaltungen und bietet Raum für viele Vereine, die im Bereich der Literatur tätig sind. Jährlich organisiert das Literaturhaus die Magdeburger Literaturwochen und ist Teil der Magdeburger Kulturnacht. Außerdem ist das Literaturhaus in viele städtische Projekte, wie die Telemann-Tage oder Kinderkulturtage eingebunden und nimmt an Veranstaltungsreihen, wie den Tagen der jüdischen Kultur und Geschichte, teil. Sonst finden zahlreiche Lesungen im Literaturhaus statt bzw. werden diese durch das Literaturhaus in der ganzen Stadt organisiert und durchgeführt. Das Literaturhaus hat außerdem eine ausführliche Bibliothek, gefüllt mit Werken von regionalen Autoren und Autorinnen bzw. mit Sachsen-Anhalt Bezug, und ein Archiv, in dem über zwanzig Nachlässe aufbewahrt werden.

Vorschlag 8

AG MeGa - Mauern einreißen, Grenzen abbauen Hötensleben

Seit 2020 setzt sich die AG MeGa für den Abbau von Vorurteilen ein und engagiert sich für die Zusammenarbeit von Menschen über Grenzen hinweg. Das erste große Projekt war ein Einheitsgraffiti als gemeinsame Aktion zwischen Menschen aus Braunschweig und Magdeburg. Außerdem findet jedes Jahr am 3.10. ein Einheitsbuddeln statt, wo Bäume entlang des ehemaligen Todesstreifens gepflanzt werden. Im letzten Jahr gab es weitere Kunstprojekte, Stolpersteinverlegungen und Putzaktionen. Die AG MeGa ist auch Projektstandort für „Radeln mit Herz – Zu zweit auf drei Rädern“, das älteren Menschen den Wunsch auf Wind in den Haaren erfüllt. Das Kunstprojekt für 2022 ist ein Videoprojekt, das unterschiedliche Perspektiven auf die Themen Einheit, Freiheit, Demokratie, Solidarität und Engagement darstellen soll.

Vorschlag 11

Künstlerstadt Kalbe e. V.

Der Verein „Künstlerstadt Kalbe“ engagiert sich auf vielfältige Weise für Kunst und Kultur im Ort. Jedes Jahr gibt es einen Sommer- und einen Wintercampus, für den junge Künstler:innen ein Stipendium erhalten und in Kalbe Raum bekommen, ihre Kunst zu schaffen. Auf dem Campus werden auch die Ergebnisse offen für alle vorgestellt: Filme werden gezeigt, die Künstler:innen bieten Führungen durch die Ateliers an, die Bühne ist aber auch für alle offen, die ihr Können zur Schau stellen wollen. Außerdem organisiert der Verein kulturelle Workshops für alle Bevölkerungsgruppen sowie Festivals und Feste für Kunstrichtungen und den Ort, um das Gemeinschaftsgefühl zu stärken.

Vorschlag 14

AWO-Ortsverband Tangermünde

Der AWO-Ortsverband Tangermünde betreibt komplett ehrenamtlich seit 1991 eine Begegnungsstätte. Mit einem Team von ca. 20 Aktiven werden Angebote für verschiedene Altersgruppen organisiert, die jedes Jahr Hunderte Menschen erreichen. Es gibt Senioren-Spielenachmittage, Kreativangebote wie Stricken und Malen sowie eine Töpferwerkstatt. Auch Versammlungen, Kunstausstellungen u.a. werden umgesetzt. Die AWO Tangermünde erhält nur Betriebskostenzuschüsse von der Stadt sowie Spenden aus der Bürgerschaft für Aktionen. Selbstlos, mit vielen privaten Stunden und Geld, gestalten die Engagierten sozialen Frieden. Sie stehen den Gästen bei Problemen und sozialen Schieflagen mit Beratung zur Seite. In den Gesprächen setzen sie sich auch gegen Stammtischparolen, Hetze und Hass ein.

Vorschlag 17

Heimat- und Kulturfreunde Rogätz e. V.

Seit 2003 organisiert und veranstaltet der Verein „Heimat- und Kulturfreunde Rogätz“ eine Vielzahl an Ereignissen, die das kulturelle Leben im Ort bereichern und für alle Bewohner:innen zugänglich sind. Dazu gehören unter anderem das jährliche Klutturmfest, das immer unter einem anderen Motto stattfindet, und die Teilnahme an anderen Veranstaltungen wie den Elbebadetagen. 2019 trug der Verein die Hauptverantwortung für die 875-Jahrfeier von Rogätz. Der Verein beteiligt sich auch an Herausgaben, wie zum Beispiel „Börde, Bode, Heide“.

Vorschlag 20

Altmärkischer Tierschutzverein Kreis Stendal e. V.

Seit 1991 betreibt der „Altmärkische Tierschutzverein Kreis Stendal“ das Tierheim ‚Edith Vogel‘ in Stendal-Borstel. Neben den eigentlichen Aufgaben eines Tierheims, wie der Vermittlung von Tieren – dabei hat es einen Durchlauf von ca. 1000 Tieren im Jahr – übernimmt der Verein auch andere Tierschutzaufgaben. Unter anderem werden streunende Katzen medizinisch versorgt sowie gefüttert und kastriert. Neben den klassischen Tierpatenschaften, für diejenigen, die kein Tier bei sich aufnehmen können, ist Teil des Vereins auch eine aktive Jugendgruppe, die das Tierheim durch Hilfe bei Spendenveranstaltungen, wie Flohmarkt und Tierheimfest unterstützt.

Vorschlag 23

Heimat- und Traditionsverein Großkühnau e. V.

Seit 1997 engagiert sich der „Heimat- und Traditionsverein Großkühnau“ aktiv im Ort, wobei der Fokus auf dem Erhalt von Ritualen und Brauchtum liegt. Dazu zählen das Entzünden des Osterfeuers, die Aufstellung des Maibaumes, das Erntedankfest und als Abschluss des Jahres eine Weihnachtsfeier. Außerdem hat der Verein die ehemalige Badeanstalt am Großkühnauer See als Vereinsgelände gepachtet und so Verantwortung für den See und ein Stück der Elbaue übernommen.

Vorschlag 26

Sabrina Hofmann, „Wunschbaum Dessau-Roßlau“

Seit November 2019 organisiert Frau Hofmann das Projekt „Wunschbaum Dessau-Roßlau“. Aus der ursprünglichen Weinachts-aktion ist schnell ein wunderbares Ganzjahresprojekt geworden. Das ganze Jahr über werden Geburtstagswünsche von einsamen Senioren und Seniorinnen oder sozial benachteiligten Kindern erfüllt. Dabei ist es ihre Aufgabe, die Wünsche anzunehmen und sich um einen Wunscherfüller zu kümmern. Außerdem gibt es zu Weihnachten und Geburtstagen Geschenktüten für Obdachlose. Zusätzlich steht inzwischen ein etwa 15-köpfiges Bastelteam hinter ihr. Zu verschiedenen Anlässen basteln sie Grüße für Senioren und Seniorinnen in den Heimen. Als letztes wurden z.B. 500 Sommergrüße und für den Tag des Lächelns am 7.10.2022 bis zu 2022 kleine Geschenke gebastelt, die an Senioren und Seniorinnen, Mitarbeitenden in den Heimen usw. verteilt worden sind. Es gibt viele Pläne, hinter denen auch viel Organisation steckt.

Vorschlag 29

DLRG Ortsgruppe Leuna-Merseburg e. V.

Über ihr eigentliches Engagement hinaus zeichnet sich die Ortsgruppe des DLRG Leuna-Merseburg auch durch die Unterstützung von Veranstaltungen und Übungen anderer Hilfs- und Rettungsdienste, aber auch von Trägern von Jugendarbeit aus. So sichern Mitglieder der Ortsgruppe beim jährlich stattfindenden Kinder- und Jugendzeltlager der Gemeindefeuerwehr Schkopau die Aktionen auf und im Wallendorfer See ab. Als Sanitäter:innen stehen sie auch bei den jährlichen Kindergartenolympiaden des Kreissportbundes Saalekreis zur Verfügung und haben sie auch im Impfzentrum des Saalekreises geholfen.

Vorschlag 32

Steffen Schulze, Ortsbürgermeister von Teicha

Steffen Schulze ist ehrenamtlicher Ortsbürgermeister von Teicha, einer Ortschaft der Gemeinde Petersberg und hat sich als „Schulze“ der 1.446 Teichaerinnen und Teichaer im Wortsinn verdient und einen Namen gemacht. Ob Nachbarschaftshilfe für Geflüchtete aus der Ukraine, Engagement für den örtlichen Sportverein, offene Jugendarbeit im selbstverwalteten Jugendzentrum, „Subbotnik“ am Spielplatz oder Einsatz für einen sicheren Schulweg der Kleinsten aus Teicha – Schulze ist immer mittendrin, organisiert und kümmert sich. Und sollten die Bordmittel einmal nicht ausreichen, erinnert Schulze den SPD-Kreisverband und den örtlichen Bundestagsabgeordneten gern einmal daran, dass Reden Silber und konkretes Handeln Gold ist. Auf diese Weise konnten zuletzt Vorhaben vor Ort mit Unterstützung eines halleschen Bauunternehmens tatkräftig unterstützt werden. Für sein Wirken wurde Steffen Schulze jüngst bereits mit dem Bürgerpreis „Der Esel, der auf Rosen geht“ geehrt. Das Engagement vor Ort entfaltet inzwischen auch positives Medienecho.

Vorschlag 35

Doreen Schäfer und Ivonne Braunroth, ZLG Atzendorf e. V.

Doreen Schäfer und Ivonne Braunroth engagieren sich seit vielen Jahren in der Kinder- und Jugendarbeit im Sportverein „ZLG Atzendorf“. Sei es die Vorbereitung in der ersten Jahreshälfte mit allen Absprachen rund um das Programm des Sommercamps, die Organisation in den einzelnen Wochen vor Ort, als auch die Abrechnung – das Thema ist das ganze Jahr präsent. Alleine in den zehn Jahren unter der Leitung von Doreen und Ivonne konnten ca. 2000 Kinder und Jugendliche eine Woche vom Alltag abschalten und eine schöne Woche in Atzendorf verbringen. Der Verein ist für alle Kinder offen, ob mit oder ohne Behinderung, egal ob die Eltern finanzielle Unterstützung benötigen oder nicht, jeder bekommt einen Platz. Durch Spendengelder konnten auch schon Kinder hier Ferien machen, deren Eltern es finanziell gar nicht möglich war.

Vorschlag 38

Verein Rettung Schloss Blankenburg e. V.

Der „Verein Rettung Schloss Blankenburg“ hat sich die Sicherung und den Erhalt des Blankenburger Schlosses als Einzeldenkmal, wichtigem Kulturgut mit überregionaler und nationaler Bedeutung und als Wahrzeichen der Stadt Blankenburg mit zentraler historischer Bedeutung zur Aufgabe gemacht. In den letzten Jahren sind mit beherztem ehrenamtlichem Einsatz der Erhalt und sogar der Ausbau und die Restaurierung gelungen. Der Verein bekam im Oktober 2014 den Deutschen Preis für Denkmalschutz.

Vorschlag 41

Projekt „LOOP“ in Halle (Saale) für jugendliche Migranten und Migrantinnen

Bildung wird als zentraler Schlüssel zu gesellschaftlicher Partizipation und zu sozialem Aufstieg verstanden. Über Bildungsangebote sowohl im schulischen als auch im außerschulischen Bereich kann Integration gelingen. Diese Maßgabe zeichnet das Projekt „LOOP“ in hohem Maße aus. Durch das Projekt wurden in zehn Jahren über 400 Schülerinnen und Schüler aus 32 Ländern, die aus bestehenden Bildungsangeboten ausgeschlossen waren, auf ihrem Weg zu einem Schulabschluss und darüber hinaus unterstützt. Diese Arbeit wird ehrenamtlich vor allem durch Lehramtsstudierende und pensionierte Lehrkräfte geleistet. Neben der fachlichen Bildung unterstützt das Projekt die Teilnehmenden individuell, ermöglicht Bildungs- und Projektfahrten zum Beispiel in den Bundestag oder zur halleschen Synagoge. Ein weiteres besonderes Alleinstellungsmerkmal ist der hohe Anteil von Frauen im Projekt. Seit zehn Jahren verlassen junge Menschen mit einem Schulabschluss das Projekt und bereichern Sachsen-Anhalt als neue Erzieher:innen, Mechatroniker:innen oder Abiturienten und Abiturientinnen, die sonst aus vielen Unterstützungshilfen ausgeschlossen wären.

Vorschlag 44

Dr. Michael Krause, Möser

Dr. Krause ist seit 30 Jahren nicht nur ein engagierter Landarzt in Möser, er bringt sich auch in die Kommunalpolitik der Gemeinde und des Landkreises ein. So ist er seit 1990 Kreistagsmitglied und seit 1995 Gemeinderatsmitglied in Möser. Er ist seit Jahrzehnten in der ev. Kirchengemeinde, dem ev. Kirchspiel Möser und im ev. Kirchenkreis Elbe-Fläming engagiert. Die Ortsfeuerwehr Möser profitiert ebenfalls seit vielen Jahrzehnten von seinem Engagement. Als Ehrenmitglied der Ortsfeuerwehr Möser sowie Mitglied des Fördervereins der Freiwilligen Feuerwehr der Gartenstadt Möser steht er den Kameradinnen und Kameraden zu Fragen notwendiger medizinischer Vorsorgen stets mit Rat und Tat zur Seite. Dr. Michael Krause hat seit mehr als 30 Jahren durch seine vielfältigen Ehrenämter Verantwortung für andere und für die Gesellschaft als Ganzes übernommen.